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Großes Interesse am Präventionsnetzwerk Ortenaukreis

Der Einladung von Landrat Scherer zur Eröffnungsveranstaltung des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis (PNO) waren gestern rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefolgt.

Fachleute aus der Gesundheitshilfe, der Jugendhilfe sowie aus Kindertagesstätten und Schulen füllten den großen Sitzungssaal im Landratsamt Ortenaukreis bis auf den letzten Platz.

„Die überwältigende Resonanz auf die Einladung zur Eröffnungsveranstaltung zeigt uns das große Interesse der Netzwerkpartner, verstärkt präventiv zusammenzuarbeiten“, stellte Sozial- und Jugenddezernent Georg Benz in seiner Begrüßung fest. Er informierte darüber, dass der Ortenaukreis eine nachhaltige kommunale Präventionsstrategie aufbaue, die mit den Frühen Hilfen bereits vor der Geburt beginne und nun mit dem PNO bis zum 10. Lebensjahr ausgebaut werde.

Genau dort, wo die Kinder täglich anwesend sind, setzt die Arbeit des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe für Kinder von 3 bis 10 Jahren und ihren Familien an. Neben den Fachleuten waren auch Elternvertretungen der Schulen und Kindertagesstätten im Ortenaukreis eingeladen. Denn nur gemeinsam mit den Eltern könne es gelingen, die Gesundheitsförderung über die Institutionen letztlich auch in die Familien zu bringen, so der Dezernent weiter.

PNO ist ein gemeinsames Praxisforschungsprojekt des Ortenaukreises und des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Die verantwortlichen Leiter, Ullrich Böttinger, Landratsamt Ortenaukreis, und Prof. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Evangelische Hochschule Freiburg, stellten Konzept, Ziele und Beteiligungsmöglichkeiten am Präventionsnetzwerk vor. Ziel sei, die Einrichtungen nach gesundheitsförderlichen Kriterien auszurichten. Bereits in Kürze werden die ersten Einrichtungen mit der Organisationsentwicklung beginnen. Das Freiburger Forschungsinstitut hat in den vergangenen Wochen Prozessbegleiter ausgebildet, die Kindertagesstätten und Schulen in der Organisationsentwicklung unterstützen. „Die Zusammenarbeit mit dem Ortenaukreis gestaltet sich sehr erfolgversprechend. Wir können guten Mutes sein, in den vier Jahren der Projektlaufzeit zu nachhaltigen Verbesserungen der Gesundheitsförderung für Kinder von 3 bis 10 Jahren zu kommen,“ äußerte Fröhlich-Gildhoff.

„Unser Anspruch im Ortenaukreis ist es, dass unsere Angebote die Kindertagesstätten und Schulen in den eher städtisch und eher ländlich geprägten Gegenden gleichermaßen erreichen“, führte Ullrich Böttinger, Leiter des PNO, aus. Der Schwerpunkt liege auf der Zusammenarbeit mit Einrichtungen, die einen besonders hohen Anteil an sozial belasteten Kindern haben. Denn diese Kinder zeigten verstärkt Beeinträchtigungen der körperlichen und seelischen Gesundheit.

Unter der Moderation von Ulf Tietge diskutierten Kinderärzte, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Vertreter des Jugendamts sowie Fachkräfte und Elternvertreterinnen aus Kindertagesstätten und Schulen gemeinsam Wünsche und Anliegen an das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis. Die Diskussion zeigte, dass etwa die verstärkte Förderung seelischer Gesundheit sich positiv auf das soziale Klima der gesamten Schule auswirken kann.

Im Anschluss nutzen die Veranstaltungsgäste die Gelegenheit, direkt die ersten Schritte in die Vernetzung zu gehen. Prävention könne dann gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt. Für Sommer 2015 ist die erste kreisweite Präventions- und Gesundheitskonferenz geplant, für Herbst kreisweite „Runde Tische PNO“.

Interessierte Fachleute, Einrichtungen und Eltern können sich an die verantwortlichen Ansprechpartnerinnen des PNO wenden.

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