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Präventionsnetzwerk Ortenaukreis veröffentlicht Präventions- und Gesundheitsbericht

Im Ortenaukreis sind 7,3% (30.859) der Einwohner Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren. Aus einer Zusammenarbeit vom Gesundheitsamt und dem Amt für Sozialen und Psychologische Dienste ist der Präventions- und Gesundheitsbericht des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis entstanden. Die bestehenden Bedarfslagen, die im Ortenaukreis vorliegen werden dadurch sichtbar gemacht. Als Datengrundlage des Berichts wurden Sekundärdaten von Ämtern, Institutionen auf Kreis- und Landesebene sowie sozialberichte aus den Jahren 2013 bis 2016 verwendet. Eine weitere Zusammenarbeit aus den drei Systemen Gesundheit, Jugendhilfe und Bildung.

Vor allem Armut, Behinderung, Flucht, Migration und seelische sowie körperliche Erkrankungen schränken die soziale Teilhabe von Kindern und Familien ein. In diesen Bereichen ist ein besonderer Einsatz von Ressourcen notwendig.

Insgesamt kommen 8,6% der 3- bis 10-jährigen Kinder aus Familien mit Arbeitslosengeld II Bezug, laut der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (2014, 2015). An Übergewicht leiden 9% der 3 bis 10-jährigen im Ortenaukreis, 3% an Adipositas. Die Stadt Lahr ist am stärksten betroffen mit 14% und 5%. Die großen Kreisstätte Lahr und Offenburg sind vielschichtig belastet, für Kinder kommt es hier häufig zu einer Anhäufung von Risiken.

Die Erziehungsberatung des Ortenaukreises wurde im Jahr 2015 hauptsächlich durch Belastung der Kinder und Eltern durch familiäre Konflikte (37%) aufgesucht. Entwicklungsauffälligkeiten sowie seelische Probleme des jungen Menschen (19.4 %) und Auffälligkeiten im sozialen Verhalten (11.6 %) waren weitere Gründe. Universelle Präventionsangebote mit dem Schwerpunkt auf der Förderung der seelischen Gesundheit und der sozialen Teilhabe sollten flächendeckend implementiert werden.

Autor: Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO), 10.09.2018 
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